Anstieg weltweiter Fleischproduktion /
Waldsterben / Gewässerbelastung
/ Übersäuerung
des Bodens / Treibhauseffekt
/ Ressourcenverschwendung
/ Nahrungsmittelverschwendung / Ökonomie / Kosten auf die Steuerzahler abgewälzt
/ Subventionierter
Wahnsinn / Schlussbetrachtung
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Auf folgende Auswirkungen, wird in diesem Artikel eingegangen:
- Waldsterben wegen Überdüngung und Übersäuerung durch
ein Übermass an tierischen Exkrementen.
- Sterben der Meerestiere durch Überdüngung
der Meere.
- Grundwasserverschmutzung, durch Nitratbelastung
aus den tierischen Exkrementen.
- Verstärkung des Treibhauseffektes, u.a. durch
Methangas aus dem Verdauungstrakt der Wiederkäuer.
- Verschwendung grosser Landflächen für
Aufzucht von Nutztieren und für Futtermittelanbau.
- Verschwendung von Nahrungsmitteln durch Verfütterung
an Schlachttiere; daraus folgt eine sinnlose Verlängerung
der Nahrungskette.
- Starke Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit
durch Überkonsum an tierischem Eiweiss, tierischen Fetten
und der aufsummierten Giftstoffe in den
tierischen Nahrungsmitteln.
Weltweite Fleischproduktion steigt
weiter an
1994 wurden weltweit 193.8 Millionen Tonnen Fleisch produziert. Allein
auf die Schweiz entfallen jährlich 600 000 Tonnen(1).
Mengenmäßig hat das Fleisch den Brotkonsum
in der Schweiz (und bestimmt auch in manchen anderen Ländern)
bereits überholt. (2) Dies hat weltweit enorme
ökologische und ökonomische Folgen, die leider bisher
viel zu wenig Beachtung fanden.
Fleischproduktion weltweit:
1990: 170 Mio. Tonnen
1993: 190 Mio. Tonnen
1994: 194 Mio. Tonnen
Neueste wissenschaftliche Untersuchungen weisen eindeutig darauf hin,
dass die heutige Massentierhaltung ein Hauptverursacher des Waldsterbens
ist. Biologe, Dr. Hans Mohr (3) im Spektrum der Wissenschaft
vom Januar 1994: "Eine wesentliche Erkenntnis aus zehn Jahren Waldschadensforschung
ist, dass die atmosphärischen Einträge an Stickstoff und
insbesondere an Ammonium(4)-Stickstoff, der in erster
Linie aus der Landwirtschaft stammt, vermindert werden müssen.
Das Kardinal-problem bleibt die Entsorgung der unaufhörlich
wachsenden Menge tierischer Exkremente und menschlicher Fäkalien.>>
Die menschlichen Fäkalien werden heute zum Grossteil
über Kläranlagen entsorgt. Die tierischen Exkremente
werden jedoch immer noch auf die Felder geschüttet bzw. gespritzt.
Dies hat zur Folge, dass der Stickstoff in Form von Ammoniak (NH3)
der heute als hauptverantwortlich für das Waldsterben gi1t, zu rund
85% durch die Emissionen der Tierhaltungen verursacht wird.
Stickstoff, eigentlich ein unverzichtbares Nährmittel
für Wiesen, Wälder und Wasserlebewesen, kann bei einem
Übermass zur folgenschweren Überdüngung derseben führen.
Dies wurde erst sehr spät bemerkt, da bei hoher Stickstoffzufuhr
die Wälder zuerst schneller wachsen, und erst, wenn die Böden
mit Stickstoff übersättigt sind, mit den ersten Schäden
reagieren.
Die Untersuchungskommission des Deutschen Bundestages
zum Thema «Schutz der Erdatmosphäre» kam 1992
zum selben Ergebnis. Zum Thema Ammoniak (NH3) veröffentlichte sie
in «Klimaänderung gefährdet nationale Entwicklung»:
>>National (BRD), kontinental (In Westeuropa und global
sind die NH4-Emissionen zu 90% der Landwirtschaft und hier zu 80%
der Tierhaltung zuzuordnen. In der Bundesrepublik Deutschland werden
jährlich 528000 t NH4 emittiert.
Ammoniak entsteht im Stallbereich, der Weidewirtschaft,
sowie bei der Lagerung und Ausbringung von organischem Dünger.
Durch Minderung der Viehbestände, Fütterungsumstellungen
und Reduzierung der Güllewirtschaft würden die Ammoniak-
und Stickoxidfreisetzungen vermindert. Das wäre nicht nur in ökologischer,
sondern auch in ökonomischer Hinsicht wünschenswert.
Um sich ein Bild von den ökonomischen Folgen
des Waldsterbens machen zu können, wurden sie am Beispiel
des Schweizer Kurortes Davos berechnet (9): Die teilweise
Entwa1dung der dortigen Wälder wurde demnach rund 267 Mil.
Fr. an Folgekosten verursachen, eine vollständige Entwaldung würde
rund 508 Mio. Fr. kosten. Selbst wenn sämtliche steilere Waldstücke
nur durch Lawinenverbauungen ersetzt werden müssten, würde
dies Kosten in der Höhe von 415 Mio. Fr. zur Folge haben.
Die Emissionen von Ammoniak aus der Landwirtschaft stammen zu rund 90%
aus Jauche und Mist.(5)
Ammoniak hat jedoch nicht nur verheerende Auswirkungen auf den Wald, sondern
auch auf die Gewässer. Die Überdüngung bewirkt unter
anderem ein unnatürlich starkes Wachstum der Algen, die dadurch
dem Gewässer den Sauerstoff entziehen.
Die heutigen bodenunabhängigen Tierfabriken produzieren
eine solche Menge an Jauche, dass dadurch das Grundwasser ernsthaft
gefährdet wird.(10) In der Schweiz müssen
z. B. der Sempachersee und der Baldeggersee wegen Überdüngung
bereits mit riesigen Sauerstoffgebläsen künstlich «beatmet»
werden.
Über 50% der Wasserverschmutzung in Europa ist
auf die Massentierhaltung zurückzuführen. Das Nitrat
aus der Landwirtschaft ist heute schon soweit ins Grundwasser vorgedrungen,
dass deshalb bereits einige Mineralwassermarken nicht mehr Trinkwasserrichtwerte
erfüllen." In den USA ist der Anteil der Landwirtschaft an
der Wasserverschmutzung grösser als der aller Städte und
Industrien zusammen! (12)
Ammoniak und Stickoxide (NOX) tragen auch wesentlich zur Übersäuerung des Bodens bei. In den Niederlanden hatte dies bereits 1989 ein solches Ausmass angenommen, dass sich ein Ministerium mit diesem Problem befassen musste.
Das Resultat des niederländischen Instituts für Gesundheit und
Umweltschutz(13):
«Das Nitrat aus der Gülle entweicht als
Ammoniakgas auch in die Luft; es ist ein Umweltgift, das den sogenannten
sauren Regen und andere säurehaltige Ablagerungen hervorruft.
In Holland stammt der grösste Teil der Niederschläge von
den Ammoniakgasen aus den Kuhställen - sie schaden dem Land mehr
als alle Automobile und Fabriken.»
Für den Treibhauseffekt wurden bisher fast ausschliesslich der Verkehr
und die Industrie verantwortlich gemacht.
Auch hier wurde lange der Einfluss der landwirtschaftlichen
Tierhaltung fast gänzlich vernachlässigt. Der Leiter
des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt und Energie, Ernst U.
v. Weizsäcker, dazu: «Die Beiträge der Rinderhaltung
zum Treibhauseffekt sind ähnlich gross wie die des gesamten Autoverkehrs,
wenn wir die Waldrodung fürs Rind und für Futtermittel
einbeziehen. [...] Und die Verwandlung von Savannen in Wüsten,
die Erosion in Berggebieten, der übermässige Wasserbedarf
der Rinder, der gigantische Energiebedarf der Mastviehhaltung sind einige
weitere Gründe dafür, dass wir mit jedem Pfund Rindfleisch
der Umwelt schwer zusetzen. »(14) Der Treibhauseffekt
wird unter anderem durch die drei Gase Methan, Kohlendioxid und Stickstoffoxide
verursacht.
Alle drei entstehen in der landwirtschaftlichen Tierhaltung
in grossen Mengen. Allein die weltweit gehaltenen 1,3 Milliarden
Rinder (bzw. die Konsumenten ihrer Körper) - sind für 12%
der weltweiten Methangasemission verantwortlich.
Viehweiden bedecken bereits ein Drittel der Landfläche unseres Planeten!!(16)
Bei der Viehzucht entstehen (laut Wortdwatch Institut) jährlich insgesamt
115 Millionen Tonnen (=115.OOO.OOO.OOO kg) Methangas. Noch gravierender
ist dies, wenn man bedenkt, dass ein Methan-Molekül 25mal
mehr zum Treibhauseffekt beiträgt, als ein Kohlendioxid-Molekül.(15)
Die Konsumenten, die für die Fleischproduktion verantwortlich sind,
sind auch zu einem grossen Teil verantwortlich für einen
verschwenderischen Umgang mit unseren Ressourcen:
Auf der Fläche eines Grundstückes, das benötigt
wird, um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, könnte man im selben
Zeitraum 200 kg Tomaten oder 160 kg Kartoffeln ernten. In der Schweiz
werden rund 67% der landwirtschaftlichen Nutzfläche für
die Tierhaltung und den Futtermittelanbau verwendet.
Zur Erzeugung von 1 kg Getreide braucht es ca. 100
Liter Wasser, um 1 kg Fleisch zu erzeugen, braucht es 2.OOO bis
15.OOO Liter Wasser.
Um 1 kg Fleisch zu erzeugen, benötigt man 7-16 kg Getreide oder Soyabohnen.
Dies kann ohne Übertreibung als die effektivste Form von Nahrungsmittelvernichtung
bezeichnet werden. Bei der «Umwandlung» von Getreide
in Fleisch gehen durch diese künstliche Verlängerung der Nahrungskette
unter anderem 90% Eiweiss, 99% Kohlenhydrate und 100% Faserstoffe
verloren. Hinzu kommt, dass vom Körper der sogenannten Schlachttiere
nur ein kleiner Teil tatsächlich das
gewünschte Fleisch ausmacht. Beim Rind ist der
Gewichtsanteil an Fleisch (ohne Knochen) nur gerade 35%, beim Kalb
39%.(18) Dennoch werden 57% des Getreides in der
Schweiz an Tiere verfüttert (1990). In den USA werden 80% der
Getreideernte an rund 8 Milliarden Schlachttiere verfüttert.
Bei den Sojabohnen macht es weltweit sogar 90% aus.(19)
Rund die Hälfte des weltweit produzierten Getreides
wird an Tiere verfüttert, um deren Fleisch zu essen. Würde
z.B. in Amerika nur 10% weniger tierisches Eiweiss gegessen werden, so
könnte man mit dem dadurch eingesparten Getreide rund eine
Mil-li-ar-de Menschen vor dem Hungertod bewahren.
Allein in der Schweiz werden jährlich rund 1
'200'000 Tonnen "Kraftfutter" an die Nutztiere verfüttert,
der grösste Teil davon ist Futtergetreide. Die Schweiz kann
sich diese Verschwendung leisten, bei den Entwicklungsländern
sieht es jedoch schlechter aus:
Wie die FAO berichtet, dienten 1981 75% der Getreideeinfuhren
in die Dritte Welt als Futter. Doch auch der inländische
Nahrungsmittelanbau steht weltweit in direkter Konkurrenz zum Futtermittelanbau:
In Ägypten zum Beispiel ist in den letzten 25
Jahren der Anbau von Mais als Viehfutter auf Äcker vorgedrungen,
die früher Weizen, Reis und Hirse, alles Grundnahrungsmittel,
hervorbrachten. Der Anteil des Futtergetreides ist dabei von lO%
auf 36% angestiegen. (20)
Ähnlich erging es auch den anderen Ländern.
die ihren Fleischkonsum erhöhten. In Taiwan wurde 1950 die
Bevölkerung noch mit 170 kg Getreide pro Kopf und Jahr satt.
Bis 1990 versechsfachte sich der Fleisch- und Eierkonsum. Durch
diese Verlängerung der Nahrungskette ist der Getreidebedarf pro
Kopf auf 390 kg angestiegen. Trotz ständig wachsenden Ernten
konnte Taiwan diesen steigenden Bedarf nur durch Einfuhren decken. Während
Taiwan 1950 noch Getreide exportierte, musste es 1990 74% seines Bedarfs
aus dem Ausland einführen, grösstenteils als Viehfutter.
(21)
Ähnliche Zahlen ergeben sich für die ehem.
Sowjetunion:
Seit 1950 Verdreifachung des Fleischkonsums, Vervierfachung
des Futtermittelverbrauchs. 1990 verzehrte das Vieh in der ehem.
Sowjetunion bereits dreimal soviel Getreide wie die Menschen. Die
Einfuhren an Futtergetreide widerspiegeln dies: Von fast Null im Jahre
1970 stiegen sie auf 25 Millionen Tonnen im Jahr 1990. Sie wurde
damit zum zweitgrössten Futtermittelimporteur der Welt.
Vegi-Büro Schweiz
Seit 1970 wurden über 20 Mb. Hektar der feuchten Tropenwälder in Rinderweiden umgewandelt.
(Auf einem Landstück können folgende Mengen Nahrungsmittel erzeugt
werden(17):
Rindfleisch 50 kg
Kirschen 1000 kg
Äpfel 4000 kg
Karotten 6000 kg
(Worldwatch Institut)
Wie ist es möglich, dass trotz den oben beschriebenen immensen Nachteilen
einer fleischorientierten Gesellschaft, der Fleischkonsum weltweit
weiterhin ansteigt? (22) Nebst einigen psychologischen
und sozialen Gründen, die meist durch die Werbung hervorgerufen
werden (Fleisch gaebe Kraft, etc.), ist ein Aspekt kaum zu unterschätzen:
das Geld.
Auf den ersten Blick scheint dies ein Widerspruch,
denn unter normalen Umständen müsste ein Wirtschaftszweig,
der auf die Vernichtung von Nahrungsmitteln und Ressourcen programmiert
ist, längst von selbst zusammenbrechen. Die Kosten, die die
heutige Fleischproduktion weltweit verursacht, stehen längst in
keinem vernünftigen Verhältnis zu ihrem angeblichen Nutzen.
Kosten auf die Steuerzahler abgewälzt
Ein Grund weshalb die Fleischindustrie immer noch existiert, ist der,
dass die Einnahmen aus dem Geschäft privatisiert werden, die Kosten
jedoch auf die Allgemeinheit (und somit auf alle Steuerzahler) abgewälzt
werden. Dies ist von anderen Wirtschaftszweigen (z. B. Automobilindustrie)
bereits bestens bekannt. Von Kostenwahrheit auch in der Landwirtschaft
keine
Spur: Nach Schätzung des renomierten Worldwatch
Instituts in Washington müsste sich der Fleischpreis verdoppeln
oder verdreifachen, wenn man die vollen ökologischen Kosten einschliesslich
der Verbrennung fossiler Brennstoffe, der Absenkungen des Grundwassers,
der chemischen Verseuchung des Bodens und der Erzeugung von Ammoniak
und Methangas auch auf die Rechnung setzen würde.(23) Ganz zu schweigen von den Folgekosten im Gesundheitswesen.
Im Gegensatz zu anderen Wirtschaftszweigen wird die Fleischindustrie jedoch
in fast allen Ländern vom Staat subventioniert, da sie sonst
(trotz der Abwälzung ihrer Kosten) nicht rentabel wäre.
In der Schweiz verwendet der Staat im Schnitt 84% seiner Landwirtschaftssubventionen
um die Fleisch-, Milch- und Eierproduktion zu unterstützen.
Nur ganze 16% stehen für die pflanzliche Nahrungsmittelproduktion
zur Verfügung.(24)
In keinem anderen Wirtschaftszweig wird der Markt
so stark verzerrt wie in der Landwirtschaft. Könnten Sie sich
vorstellen, dass eine private Firma vom Staat mehr Zuschüsse bekommt,
als sie durch den Verkauf der produzierten Güter einnimmt? Dies,
obwohl sogar der Verkauf der «Güter» zum Grossteil
vom Staat unterstützt wird? In den ehemaligen Ostblockländern
wurde mit einer solchen Politik die ganze Wirtschaft in den Abgrund
geführt. In den Staaten der (Bundesausgaben für die Preis-
und Absatzsicherung <1992 in SFr.>) (25):
-Für Viehwirtschaft: 1205.9 Millionen (78%)
-Für Pflanzenbau: 332.1 Millionen (22%)
77 Prozent der Einnahmen der Schweizer Landwirtschaft sind auf direkte
und indirekte Subventionen sowie auf zahllose Interventionen
des Staates zurückzuführen. Dies kostet den Staat jährlich
über 7 Milliarden Franken.(26) Mittlerweile
unterhält die Schweiz bereits eine rund 3500 Personen starke Agrarbürokratie.
Allein für die Unterstützung der landwirtschaftlichen
Organisationen gibt sie jährlich ca. 900 Millionen Franken aus.(27) Rund 99,5% davon stehen den Organisationen der
Tierhalter zur Verfügung.
Für die anderen Industrieländer gelten ähnliche
Verhältnisse in der Landwirtschaft. Doch nicht nur national,
sondern auch international wird die Viehwirtschaft stark unterstützt
und damit am Leben erhalten: Allein in Lateinamerika hat die Weltbank
von 1963 bis 1985 1,5 Milliarden Dollar in die Viehwirtschaft hineingepumpt,
zumeist in grosse Rinderfarmen.(28)
Trotz der Externalisierung der Kosten und trotz den
horrenden Subventionen bleibt für die Bauern und Banken
die Landwirtschaft im doppelten Sinn ein «Wahnsinnsgeschäft»:
Durch die Intensivierung der Fleischproduktion benötigen die
Bauern immer teurere Maschinen. Dafür brauchen sie immer grössere
Kredite von den Banken. In den USA gab es z.B. 1986
160 Bankpleiten, wovon ein Grossteil durch das Agrobusiness
in den Ruin getrieben wurde.(29)
Da die eigene Ernährungsweise sehr persönlich ist, ist ein Nachdenken über deren Folgen unpopulär. Dennoch wurde in diesem Artikel versucht, anhand der Ernährungsweise mit tierischen Produkten die ökologischen und wirtschaftlichen Folgen unseres Handelns für diejenigen aufzuzeigen, die sich ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst sind.
Vegi-Büro Schweiz
Alle in diesem Artikel aufgegriffenen Themen haben auch schwerwiegende
wirtschaftliche Folgen. Eine nachhaltige, umweltverträgliche
Wirtschaftsordnung ist deshalb ohne Einbezug dieser Fakten nicht
möglich. Es bleibt deshalb zu wünschen, dass sich in Zukunft
nicht nur Umwelt- und Tierschützer mit der Problematik des
Fleischkonsums auseinandersetzen, sondern ebenso auch Okonomen und Politiker.
Für die Vorkämpfer der Freiwirtschaft(30),
wie z. B. Werner Zimmermann, war dies selbstverständlich; sie setzten
sich deshalb ebenso für eine vegetarische Lebensweise wie für
eine Änderung unseres Wirtschaftssystems ein. Im Gegensatz zu letzterem
kann jeder sofort bei sich selbst mit der Änderung seiner Ernährungsgewohnheiten
beginnen. Bei solch weitreichenden Folgen kann die eigene Ernährungsgewohnheit
keine Privatsache
mehr sein!
Buchtips:
- Durning. Alan: Zeitbombe Viehwirtschaft
- Folgen der Massentierhaltung für die Umwelt.
Wochenschau Verlag. 1993,
Fr. 17.80, 64 Seiten, ISBN 3-87920-703-8. (World-Watch-Paper
Band 4)
- Rifkin, Jeremy: Das Imperium der Rinder, Canipus-Verlag.
1994, Fr. 37.-, 277 Seiten, ISBN 3-593-35047-5.
- Robbins, John: Ernährung für ein neues
Jahrtausend, H. Nietsch-Verlag,
ISBN 3-929475-08-1, deutsche Übersetzung des
Grundlagenwerkes der EarthSave Foundation.
Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus
Weitere Gründe für eine vegetarische Lebensweise erhalten Sie beim Sekretariat der SVV:
Vegi-Büro Schweiz,
E-Mail: svv@vegetarismus.ch
Unsere Informationen können Sie auch via Internet abrufen die Adresse
lautet:
http://www.vegetarismus.ch/info/oeko.htm
Sie können die Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SW)
auch durch eine Spende (auf PC-Konto 90-21299-7, St. Galten) oder
Mitgliedschaft in Ihrer Aufklärungsarbeit unterstützen.
Gerne senden wir Ihnen auch weiteres Info-Material zu anderen Themen aus
allen Bereichen des Vegetarismus.
1.
Schweizerische Genossenschaft für Schlachtvieh
und Fleischversorgung.
2.
53kg Brot pro Jahr und Kopf gegenüber 55,5 kg
Fleisch. Nach Geschäftsbericht der Schweizerischen Genossenschaft
für Schlachtvieh und Fleischversorgung (GSF) 1990.
3.
H. Mohr gehört der Deutschen Akademie der Naturforscher
an und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, deren Forschungsstelle
«Nitratassimilation» er seit 1986 leitet. Ehrendoktor
der Universitäten Strassburg und Limburg.
4.
Ammonium (NH4) entsteht in der Luft aus Ammoniak (NH3).
5.
Hans Mohr in Spektrum der Wissenschaft, Januar 1994,
Seite 50.
6.
Studienarbeit im Rahmen des Aufbaustudiums Umweltschutztechnik
an der TU München: Der Beitrag von Nitrat- und Ammoniakimmissionen
zum Waldsterben von dipl. Ing. Matthias Holzer, 1993.
7.
Dr. Klaussermann, am Symposium «Ammoniak in
der Umwelt- Kreisläufe, Wirkungen» vom 10. bis 12.
Oktober 1990 in Braunschweig.
8.
Gemeinsame Erklärung der 27 Mitglieder der Enquete-Kommission,
worin alle Regierungsparteien und 14 Wissenschaftler vertreten
sind.
9.
aus: Forstwirtschaftliche Beiträge des Fachbereichs
Forst-ökonomie und Forstpolitik, ETH Zürich 1989/8: Die
Folgen von Waldschäden von David Altweg, Seiten 279-280.
10.
Um das Schweinefleisch für die Schweizer Bevölkerung
zu «produzieren», werden 890000 Tonnen Futter benötigt
und 2,5 Mio qm Jauche produziert. (Berechnet von Konsum & Umwelt
des WWF Schweiz im Heft 1/94)
11.
nach Fernseh-Sendung «Fleisch frisst Menschen»
des WDR vom 17.12.1987.
12.
Gross, Russell H., Byers, Floyd M., u.a.: «Current
Issues in Food Production A Perspective on Beef as a Component in
Diets for Americans», April 1990, Seite 5.26.
13.
Zitiert aus Worldwatch Paper «Zeitbombe Viehwirtschaft»,
Seite 22
14.
aus seinem Vorwort in: Jeremy Rifkin Das Imperium
der Rinder, Campus Verlag, 1992, Seite 12.
15.
Rifkin, 1992, Seite 191 und «Zeitbombe Viehwirtschaft»,
Seite 30.
16.
«Zeitbombe Viehwirtschaft», Seite 22-23.
17.
Inklusive Landflächen für den Futtermittelanbau.
Quelle: EarthSave Foundation. Je nach Anbau- bzw. Aufzuchtmethode,
können die Werte stark variieren.
18.
nach Zahlen der Schweizerischen Genossenschaft für
Schlachtvieh und Fleischversorgung (GSF)
19.
nach: EarthSave Foundation.
20.
aus Worldwatch Paper «Zeitbombe Viehwirtschaft»
von Alan B. Durning, Seite 36.
21.
«Zeitbombe Viehwirtschaft», Seite 33
22.
Obwohl in einigen Industrieländern in letzter
Zeit (aus gesundheitlichen Gründen) eine Kehrtwende feststellbar
ist, wird weltweit nicht weniger Fleisch produziert. Stattdessen werden
die ständig steigenden Überschüsse der Fleischproduzenten
in Entwicklungsländer zu Spottpreisen exportiert und treiben dort
den Fleischkonsum voran. Gleichzeitig werden lokale Märkte durch
das Billigfleisch zerstört.
23.
«Zeitbombe Viehwtrtschaft», Seite 48
24. Durchschnittswerte von 1986-88,
jährliche Landwirtschaftssubventionen gesamt: 7,2 Milliarden
Franken. Quelle: CASH, 3.8.90.
25.
Aus: Statistisches Jahrbuch der Schweiz 1994, 5. 193-194.
26.
Brückenbauer, 15. Feb. 95, Seite 4
27.
aus: CASH Nr. 5, 3. Feb. 95, Seiten 32/33: «Viele
Profiteure hängen an den Eutern». Darin nicht enthalten
sind z.B. Direkt-zahlungen an die Bauern. Gemäss Cash vom 5.7.96
bekommt ein 50 ha grosser Biohof mit 50 Kühen im Schweizer Mittelland
rund Fr. 170000.- an Steuergeldern jährlich.
28.
«Zeitbombe Viehwirtschaft», Seite 45
29.
nach Prof. Frederic Vester, Biochemiker, Publizist
in der Fernseh-Sendung «Fleisch frisst Menschen» des
WDR vom
17.12.1987.
30.
Theorie eines alternativen, gerechten, ökologisch
und sozial verantwortbaren Wirtschaftssystems ohne Zins, Zinseszins
und
Inflation.
Näheres dazu bei: INWO Schweiz, Postfach, 5001 Aarau.
aus: Ökologie & Ökonomie
Vegi-Büro Schweiz
Graphische Übersicht
aus der Zeitschrift ´ Der Vegetarier ´, Jan. Febr. 1984, Rückseite