Parodie des gleichnamigen EKG-Liedes
aus dem inoffiziellen Liedgut der Evangelisch Reformierten Kirchgemeinde, Berlin-Köpenick
Vers 5 nachgedichtet von Wolfram Löschke, Januar 2003
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1.) Geh aus, mein Herz, und suche Freud, denn du hast nicht mehr lange Zeit, dich an Natur zu laben. Schau an der schönen Gärten Zier, solange Blume, Baum und Tier noch Raum zum Leben haben. #
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2.)Die Bäume stehen voller Laub, doch die Chemie senkt ihren Staub herab auf Wald und Weide. Narzissus und die Tulipan, die weichen heut der Autobahn. Im Abgas wächst Getreide. # |
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3.) Die Lerche schwingt sich in die Luft, bis auch ihr kleiner Leib verpufft im Sog der Düsenwerke. Die hochbegabte Nachtigall kämpft gegen den Transistorschwall und unterliegt der Stärke. # |
4.) Die Glucke führt ihr Völklein aus, sofern sie nicht, bestimmt zum Schmaus, nach dumpfer Mast verendet. Der starke Hirsch, das zarte Reh, die sterben in des Menschen Näh, vom Nachtverkehr geblendet. # |
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5.) Der Hausstrom ist ja so bequem, den Schalter nur mal umzudreh´n, und schon sind Hausgeister zur Stelle. Atomstrom birgt das Risiko, daß Menschen kriegen Krebs engross, eingedenk Tschernobyl´s Unfälle. |
6.) Die Bächlein rauschen in dem Sand mit reduziertem Fischbestand infolge Abfallstauung. Die Wiesen liegen hart dabei. Noch weiden hier die Kühe frei. Bald kommt die Überbauung. # |
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7.) Die unverdross´ne Bienenschar findet bei uns von Jahr zu Jahr mehr giftbesprühte Blüten. Des edlen Weinstocks starker Saft, er fordert Leben, kostet Kraft, weil viele sich nicht hüten. # |
8.) Ich selber kann und mag nicht ruh´n. Ein jeder muß das Seine tun. So groß sind die Gefahren. Ich singe mit, wenn alles singt, voll Hoffnung, daß es uns gelingt, die Schöpfung zu bewahren. # |