Inhalt:

Geruchsverbesserung am Katzenklo
 /  ph-Werttest des Katzenspeichels  /  Erlebnisse beim Umzug   / Studie einer Tierärztin  / Taurinanwendung  / Vegetarische_Katzenernährung  / Beprobung_April_97 / Gesundung_im_Februar_99  / Brief an Zeitschrift: ´Mensch_und_Tier´ / VEGANE Katzen /
Vegane Rezepte für Katzennahrung Teil I    und Teil I  ;  Vegecat und vegane Fertignahrung für Katzen bietet auch:
Regina Schmitz · ´Produkte für ein besseres Leben´, Pf. 201, 53569 Unkel · Tel: 02224-76207, Fax: -74843, Regina.Schmitz@ein-besseres-leben.de ,   www.ein-besseres-leben.de  ,   Minka´s Lebensende

Mein Briefwechsel über die
Mein Stubentiger ´Mini ´und   mrraauuu  ´Minka´  

Minka (Siehe Foto:), ihre Schwester Mini und ihr Brüderchen Mäxchen waren in einem von ihrer Mutter längere Zeit verlassenen Katzennest verblieben auf dem Gelände meiner damaligen Arbeitsstelle (bei MLW intermed-export-import) Sept.87, wo benachbarte Pharmakologen einer Forschungsabteilung pflegten, verwilderte Katzen mit Diäthyläther "einzuschläfern", was ich in jenem Fall zu verhindern wußte und sie alle drei, wie sie jämmerlich nach der Mutterzitse piepsten, kurzerhand in einem Pappkarton mit nach Hause nahm und anfangs im Schicht- Wechsel mit unserer Mutter und einer Nuckelflasche aufzogen. Drollig war mitanzusehen, wie die kleinen Seelchen bei jedem Schluck die Ohren anlegten. Und wer weiß, ob sie überlebt hätten, wenn ich sie hätte ganz allein nähren müssen.

Zuerst glaubte ich nicht, sie zu behalten und suchte fürsorgliche Abnehmer für die drei Pummelchen, die ich jedoch nicht fand, d.h. einige Monate später vermittelten bekannte Katzenhalter mir eine alleinstehende Studentin, die wenigstens den Kater in ihren Haushalt aufnahm, der ihr angeblich später weggelaufen sein soll. Und irgendwann gewöhnte ich mich an den Gedanken, mit ihnen zu leben und dauerhaft für ihr Wohlergehen tätig zu sein.

Zunächst wurden sie von mir noch mit Schlachterzeugnissen gefüttert und mit Fischkadavern (die >Brekkis< gab es ja in Ostberlin offiziell erst nach der >Wende<), weil mir nicht einfiel, sie vegetarisch zu ernähren, hatte ich jedoch früher bei einer fremden jungen Katze, die mir temporär zugelaufen war, schon die positive Erfahrung gemacht, daß sie einen schlichten Hafer-Milch-Brei genüßlich aufgeschlappert hatte, aber erst nachdem ich es ihr richtig vorgemacht hatte, eingedenk des wichtigsten pädagogischen Leitgedankens.

Im Jahre 1994 wurde ich dann der Kadaver-Gerüche und des scharfen Geruchs des Katzenklos in meiner 1-Zi-Wohnung, der mich zur täglichen Entsorgung nötigte, überdrüssig und begann, die beiden Katzengeschwister mit den damals billig erhältlichen großen, hellgrünen Bohnen (von einem nahegelegenen Konkursmasse-Verkaufslager) und darübergestreuter Nährhefe zu füttern, was sie überraschend gerne aßen. Ja sogar die angefangene Brekkischachtel, die sie bislang durch die Schranktür hindurch gewittert und von außen an der Tür gekratzt hatten, beachteten sie beide gar nicht mehr, sondern bedienten sich eifrig der Bohnen mit Hefe. Nach und nach probierte ich auch andere Sachen aus.

Außer den bei Minka bis heut ungebrochen beliebten lactovegetarischen Gimpethäppchen, aßen sie auch gern gedünsteten Blumenkohl und besonders die Strünke (Stiele). Es brauchte nicht lange und schon waren sie "tofurisiert". (Nach oben)

Leider erkrankte Mini, die grau getiegerte Katze, an einer Eierstock-Uterus-Entzündung, angeblich weil sie niemals tragend gewesen war, und nach der auf Drängen des Tierarztes erfolgten Kastration kam sie nicht wieder voll zu Bewußtsein und verschied noch in derselben Nacht. Die damals Minka wegen einer Erhebung untersuchende Tierärztin erklärte mir aber, daß die vegetarische Kost ihren Tod nicht verursacht hätte, sondern, daß sie für derartige OPs wahrscheinlich schon zu alt gewesen wäre.

An Minka sehe ich heute, daß sie sehr kräftig ist und flink sein kann, blanke Augen, feuchte Nase und einen normalen Fellwuchs hat und viel schnurrt. Der ph-Wert-Test ihres Speichels ergab etwa den Grad 8, d.h. schwach alkalisch, trotzdem Experten meinen, daß der Speichel bei Raubtieren eher sauer sei. Sie lebt stets in einer Wohnung, und wenn ich mal länger weg bin, wird sie von einem Cat-sitter betreut, was zwar sonst immer eine Staatsaktion gewesen war und nun leichter zu machen ist, da ein lokaler Tauschring mehrere BetreuerInnen zu bieten hat.

Kurz vor meinem Umzug von Berlin-Köpenick zum Stadtbezirk Kreuzberg im März´99 gab ich Minka - mit dem Vorbehalt, sie auf Probe bei ihr zu lassen - bei einer vegetarischen Nachbarin in Pflege, die Minka so sehr vernachlässigte, daß Minka abmagerte und beinahe nur noch wie ein "Strich mit Fellbesatz" aussah und - nachgeholt in meine neue Wohnung - nach ca. 14 Tagen Tofu-Normalkost und mit fettreduzierter Kuhmilchsahne (ab und zu) wieder wohlgenährt aussah.
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Ist es nicht sonderbar, daß so ein "ursprünglich karnivores" Tier über so lange Zeit mit überwiegend pflanzlicher Kost prächtig gedeit (hier mit Soya-Tofu und Nährhefe (Siehe Foto:), wo selbst manche Menschen sich kaum vorstellen können, jemals vegetarisch zu leben. Und mir scheint es fraglich zu sein, ob Minka und Mini als mitfühlende Wesen jemals auf Tofu eingestiegen wären, wenn ich zu jener Zeit als ihr "Adoptiv-Vater" nicht schon selbst ein Vegetarier gewesen wäre.

"Wie der Herre, so´s Gescherre.", sagt ein geflügeltes Wort.
Allerdings hat die vegetarische Kost auch Minka nicht von ihrem Fang- und Verfolgungstrieb entbunden, sondern sie veranlaßt, hie und da eine Fliege oder einen Schmetterling zu fangen und zu verspeisen. Diesen Trieb kann sie jetzt aber auch verwirklichen mit Hilfe der farbigen Lochkugel von der Fa. Gimpet, aus der ab und zu eine Eßtablette oder -kugel kullert, wenn sie sie mit der Nase oder mit den Pfoten vor sich herschiebt. Sie hat auch ganz überraschende Favoriten entdeckt, z.B. möchte sie von den Vitamin-B-haltigen Keksen, die ich bei einem vietnamesischen Shop erstehe und selbst gerne mag, stets einige Stückchen abbekommen.

Durch das Zusammenleben mit diesen Tieren als >Seelenspiegel< ist mir besonders deutlich geworden, in wie starkem Maße unser menschliches Verhalten, ja auch unsere Gedanken ausschlaggebend sind für deren Verhalten. Das heißt die Prophezeihung des biblischen Jesaja, daß dereinst selbst die Löwen und Wölfe kein anderes Tier verzehren werden, kann nur wahr werden, wenn wir Menschen es ihnen vorleben. "Wie der Herre so´s Gescherre". Und wenn die Raubtiere nicht mit dem Verfolgungs- und Fangtrieb begabt wären, würden sie die Kadaver gar nicht essen wollen.

Wie aus den Anlagen zu sehen ist, hatte die promovierende Tierärztin Frau Radka Engelhard, die meine beiden Katzendamen bei mir zu Hause noch höchstpersönlich unbeschadet kennengelernt und untersucht hatte, dieses Thema für ihre Dissertation erkoren. Ihre gesamten diesbez. Resultate veröffentlichte sie dann in einer Broschüre mit Erlaubnis der >Ludwig-Maximilians-Uni München<, wovon sie den Haltern der von ihr getesteten Tiere je ein Exemplar zustellen ließ. Erscheinungsjahr München 1999, als >Feldstudie zur vegetarischen Ernährung von Hunden und Katzen< mit Beschreibungen, Schilderungen, Tabellen und Diagrammen der Testauswertung. Da ich nur dieses eine Exemplar besitze, könnte ein(e) Interessent(in) im Bedarfsfalle der Frau Engelhard direkt schreiben, um an ein weiteres Exemplar zu kommen, andernfalls könnte ich es je nach Bedarf selbst kopieren und zuschicken.

Die o.g. Testreihe ergab jedoch im allgemeinen eine unzureichende, teils einseitige Ernährung der Tiere. Das einzige, was ich als Maßnahme daraufhin an Minka´s Speiseplan änderte, war die Anschaffung einer Großpackung Taurin aus einer Apotheke, das jetzt mehrmals wöchentlich vor der Nährhefe über den Tofu gestreut wird. Bei Anzeichen von Unwohlsein bekommt sie auch etwas Aktivkohle untergemischt, wonach sie bisher stets bald wieder vital wirkt. Aber sie wirkt gesundheitlich recht stabil, stabiler als vor der vegetarischen Ernährung.                    (Nach oben)

Frau E. hatte auch eine Veröffentlichung ihrer Dr.Arbeit in der "natürlich vegetarisch" angekündigt, die ich darin bisher vergeblich gesucht habe.

8.10.2001
Minka hat jetzt ihren Speiseplan erweitert. Sie nimmt nun auch manchmal industriell hergestelltes, veganes Trocken-Hundefutter an, das ich probeweise kaufte, da mir der Fachhandel bisher kein vegetarisches Katzen-Vollwertfutter liefern konnte. Das nachstehende Bild wurde ca. vor einer Woche aufgenommen. Ist es nicht erstaunlich, daß, nachdem sie mir seit Monaten nicht mehr auf die Schulter geklettert war, sie plötzlich wieder hochkletterte, nachdem mich soeben jemand telefonisch gefragt hatte, ob sie mir denn immer noch auf die Schulter kletterte. So eine Nackenwärmerin ist ja grad in der kalten Jahreszeit praktisch.

17. Juni 2002: Seit einigen Tagen verfüge ich wieder über ´Lopino´, d.h. so ´ne Art Süßlupinen-Quark. Probeweise legte ich der Minka etwa 100g auf ihren Teller, Dieses naturgemäß leicht bitter schmeckende Stück Lopino aß sie unverzüglich, ohne es jemals vorher probiert zu haben, und es scheint ihr auch gut zu bekommen.

und verbleibe mit tier- und menschenfrndl. Gruß 

Wolfram Löschke         (Nach oben)
 
 

Anlage:

B r i e f k o p i e n
 

Vegetarische Ernährung carnivorer Haustiere (Katzen und Hunde) (Nach oben)

Werte Radka,

habe Neuigkeiten über Mini. Sie hat laut veterinärmed. Diagnose eine Uterusentzündung mit Eiterausfluß und ist seit zwei Tagen in Behandlung, hat an diesen zwei Tagen je eine aus Nährsalzlösung bestehende Infusion erhalten und zum Schlappern für zu Hause schon die zweite Flasche mit einer Flüssignahrung, genannt "Reanimyl" (Hersteller ist die Fa. VIRBAC Tierarzneimittel, 23843 Bad Oldesloe. Sie bekam auch gleich zum ersten Arzttermin eine Penicilin-injektion.

Bei dieser Gelegenheit habe ich sie noch mal - und diesmal genau - gewogen und ganze 1, 64 Kg . zum Beimischen in das Trinkwasser hat mir der Arzt außerdem noch eine Nährsalztablette verkauft (genannt: "effydral", Kennummer dieses Produktes laut Verpackung: 0757969). Ich befürchte, in dieser Flüssignahrung sind auch Proteine aus Schlachtprodukten enthalten.

17.6.97

Hauptsache ist, daß sie wieder gesund wird. Heute war ich mit Mini nach der Wochenendpause nun wieder beim Arzt, Dr. Kup, der ihr wieder Penicilin spritzte und ca. 300 ml Infu-lösung gab. Er hat aus ihrem rechten Vorderbein eine Blutprobe genommen und sie selbst gleich untersucht und gab mir eine Kopie davon, die speziell für Sie anbeigefügt wurde (Wie man sieht, haben die weißen Blutköperchen heute Priorität, jedoch wird sich das vermutlich nach dem Heilungsprozeß wieder normalisieren.
Morgen am frühen Nachmittag soll sie dann urologisch behandelt und zugleich kastriert werden. Der Arzt ist sich heute noch nicht ganz sicher gewesen, ob sie für den OP schon kräftig genug ist, wir alle hoffen aber sehr darauf. Nun hat es also doch sein müssen, daß Mini gepieckt wurde. Sie hat es jedoch überraschend geduldig ertragen. Nach dem Aufbauen mit dieser Nährlösung hat sie gemäß der heutigen Gewichtsmessung 300 g zugenommen. Es wird mich sehr interessieren, von Ihnen zu erfahren, inwieweit sie mangelernährt worden sei. Ich bin natürlich notfalls bereit, sie wieder gemischt zu ernähren, d.h. auch mit Meeresgetier(leichenteilen)- u. Schlachtprodukten, wenn es ansonst auf Dauer die Gesundheit der beiden gefährden würde.

Hiermit verabschiedet sich einstweilen, Ihnen Erfolg u. Gesundheit bei Ihren Unternehmungen wünschend

mit freundlichem Gruß und verbleibt als der W.L.        (Nach oben)
 

                    

Minka's Beprobung April 97

Werte Radka
Sehr geehrte, angehende Frau Dr. Engelhardt,

nach Ihrem kurzen Anschreiben an mich wegen Minka's "Plasmaprobe" hatte ich Ihnen ja schon per Fax den Erfolg angekündigt, doch nun kann ich Ihnen erfreut berichten, daß Minka die heutige Blutabnahme überstanden hat, die nicht Dr. Kupp (Urlaub), sondern seine Kollegin und Praxispartnerin, Frau Dr. Ch. Gängel, Tel. (030) 535 38 00 durchgeführt hat. Sie behandelte Minka mit mehr Einfühlungsvermögen als der Herr Dr., finde ich. Das Minka dabei zeitweilig etwas ungeduldig geworden ist, dafür kann die Ärztin wohl nichts. Jedenfalls scheint sie die Nachricht, daß Minka nur noch vegetarische Kost erhält, beachtlich zu finden und nahm sie offenbar heiter auf. Dennoch hat sie mir die Behandlungs- und Zentrifugiergebühr nicht ersparen können, nämlich in Höhe von DM 10,97. Auch am Postschalter mußten natürlich für diePäckchen- beförderung +Zusage, daß es noch diese Woche bei Ihnen ankommen würde, DM 6,90 entrichtet werden, zusammen also DM 17, 97. Wenn Sie diese Kosten wenigstens teilweise oder ganz tragen wollen, dann wäre es nett, wenn diese noch bis Ende 97 auf mein nachstehend erwähntes Girokonto überwiesen werden könnte.
In dem Päckchen befindet sich neben der Serum (nicht Plasma-) - probe auch eine gestern aus Minka's sauberer Kloschale entnommene Urinprobe. Den dazu benutzten Spritzenkörper hatte ich zufällig noch übrig von meinemletzten BKK- Gesundheits- check, als ich diesen irgendwo verlegt hatte und ein unorthodoxes Probegefäß abgegab. So, hoffentlich können Sie wenigstens diese Proben gut anwenden. Nun liegt Minka wieder fried- und wonniglich bei mir auf dem Schoß und schnurrt, was das Zeug hält. Nach der Rückkehr hatte sie einen starken Appetit, und die Pieckwunden von der Kanüle haben schnell zu bluten aufgehört. Heute bekam sie für ihren Disstress zum Wohle der Veterinärmedizin eine Extraportion Taurin-Käse-Mäuschen von der Fa. Gimpet.

Hiermit verabschiedet sich einstweilen, Ihnen Erfolg u. Gesundheit bei Ihren Unternehmungen wünschend
mit freundlichem Gruß als der Wolfram Löschke


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an Radka Engelhard 25.3.99
Am Falltor 14
67098 Bad Dürkheim

Doktorarbeit über Vegetarische Hunde- u. Katzenernährung

Sehr ehrenwerte Radka,

haben Sie vielen herzlichen Dank für Ihre erneute Offerte, die ich mit großer Freude kürzlich erhielt. Diese DM 18, 50 sind zu Lasten meines Girokontos gleich heute an das in Ihrem o.g. Schreiben genannte Konto angewiesen worden.
Diese Arbeit von Ihnen wird mir eine wichtige Grundlage für etwaige Vorträge über vegetarische Alternativen sein.
Die mir verbliebene Katze <<Minka>> hat sich seitdem offenbar gut gehalten. Im Februar 99 verhielt sie sich aber insofern auffällig, als daß sie dazu überging, sich häufig am After und in der Beckengegend zu lecken, was ich eine Weile beobachtete. Und eines Tages hatte sie plötzlich sogar einen richtig eitrig aussehenden Ausfluß aus der Vagina, ähnlich des damaligen Ausflusses ihrer unter dramatischen Umständen nach der Kastration kollabierten gleichaltrigen Schwester, die Sie ja mit ihr zusammen untersucht und für gesund befunden hatten. (Nach oben)

Minka fuhr also tagelang so fort, sich in der bereits beschriebenen Weise zu lecken und mauzte dabei des öfteren, wobei sie mich auch anblickte, vermutlich als erwarte sie von mir nun irgendwelche Hilfe.

Nun war ja noch Heizperiode, und als Nutzer eines Kohleofens stand in meiner Wohnstube stets der Brikett- Vorratsbehälter, in den Minka eines Tages hineinhüpfte und minutenlang darin herumscharrte und polterte, und ich mich fragte, was um Himmelswillen sucht die Minka nur in einer Brikett-Tonne aus Hartpappe!? Doch bald darauf hörte sie tatsächlich auf, solche eitrige Ausscheidungen zu haben und verhielt sich wieder <<normal>>.

Meine These ist die: Wenn es sich, wie in solchem Fall vermutet werden könnte, wieder um eine Entzündung des Eierstocks oder Uterus gehandelt haben sollte, dann könnten die dabei effektiven Toxine durch die Einnahme von Kohlenstoff gebunden und ausgeschieden worden sein. Mini war nämlich damals nicht an Kohle rangekommen, da es ja im Sommer passierte. Die in ihrem fortgeschrittenen Alter wohl oder übel lebensgefährliche OP hätte meines Erachtens vermieden werden können. Tiere können sich mitunter selbst kurieren. Und mein insgeheimer Verdacht, daß damals der Dr. Kup im Grunde vorwiegend an sein "make money" dachte, als er mir dringend anriet, sie trotz des Risikos doch noch kastrieren zu lassen, liegt beinahe auf der Hand.
   WolfRAM Löschke, Liegnitzerstr.10 Hh., 10999 Berlin 17.VIII.99

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 "Mensch und Tier", Stiftung Europäisches Tierhilfswerk

Sehr geehrte Damen & Herren, liebe TierfreundInnen,

hatte durch einen Werber Ihrer Organisation von Ihrem Tierschutzverein Kenntnis erhalten und war zeitweilig Abonnent der o.g.Zeitschrift und möchte heute wieder mal die Gelegenheitausnutzen, einmal mehr anzuprangern, wie nicht nur analog der profit-orientierten Praxis gewisser "Schwarzer Schafe" unter den Humanmedizinern, sondern auch durch Veterinärmediziner Tiere mißbraucht oder gar zu Todesopfern werden.
Ich hatte zwei ca. 10 Jahre alte zweieiige Katzengeschwister, die von einer promovierenden Tierärztin, Namens Radka Engelhard (die gerade auch an diesen beiden Katzen eine Untersuchung über die Möglichkeitihrer vegetarischen Ernährung anstellte) noch kurz vorher als gesund und gut genährt erklärt worden waren.
Eine davon, genannt "Mini", die niemals in ihrem Leben "trächtig" gewesen war, bekam zu jener Zeit aber einen eitrigen Ausfluß aus derVagina, der eher zu- als abzunehmen schien und gleichzeitig richtetesie sich in einem Karton, der alte Socken enthielt, so was ähnlicheswie ein Nest ein. Doch eine mir bekannte Katzenfreundin riet mir dringend, mit ihr einen nahegelegenen Tierarzt aufzusuchen, den ich hier anonym lassen möchte, damit er mich nicht irgendwann wegen Geschäftsschädigung verklagen kann. Ich habe eben nur meinen Verdacht und zwar aus nachstehenden Gründen:

Zunächst drängte jener Veterinär-Dr. auf OP, woran er ja schließlich gut verdiente, nebst der noch verschriebenen Zusatznährstoffe. Für den OP-Eingriff war ihr Alter offenbar schon zu weit vorgerückt, denn nachdem siebei mir daheim aus der Narkose erwachte, hatte sie große Bewußseinsstörungen und kollabierte noch in der folgenden Mitternacht. Und das war damals zur Sommerzeit. Das ist von mir, der ich sie mit unserer Mutter zusammen nebst zwei anderen Geschwistern 1987 mit der Flasche aufgezogen und wie Adoptivkinder betreut hatte, natürlich sehr tragisch empfunden worden.

Es wird von den Tierärzten offenbar weithin die Meinung verbreitet, Katzen müßten wenigstens 1x in ihrem Leben "trächtig" gewesen sein, da sie ansonsten in der Gebärmutter oder im Eierstock eine schwere Entzündung bekämenund daran sterben würden; Abhilfe allerdings dagegen würde eine Kastration schaffen.
Aha! Nachtigall, ich hör Dir trapsen!
Im vorigen Winter jedoch hatte "Minka", ihre übriggebliebene und ansonsten nach allen Anzeichen völlig gesunde Schwester ebenfalls solchen eitrigenAusfluß. Und ich beobachtete ihr Verhalten erst mal einige Tage, ohne michan irgendeinen Veterinär zu wenden. Sie leckte sich immer wieder sauber,bis sie eines Tages, in den Kohlenvoratsbehälter hüpfte, denn es war zufällig (oder Gott sei Dank) gerade Winter, und rumorte darin herum, sodaß ein scharren-des Geräusch von der
Innenwandung zu hören war. Was suchte sie wohl ausgerechnet da im Kohlenbehälter?

Bald kam sie wieder munter herausgehüpft, und seitdem hatte sie überhaupt keinen eitrigen Ausfluß mehr. Offenbar hatte sie mit ihrer rauhen Zunge von dem Kohlengruß der Innenwandung etwas abgeleckt, der allerhöchstwahrscheinlich wie eine Aktiv-Kohle gewirkt haben muß. Sie wird diesen Kohlengruss gerochen und als wohltuend empfunden haben und folgte so ihrem Gefühl.
Ja, so einfach, aber ein Arzt kann an etwas Aktivkohle wohl nicht viel Um-oder Absatz machen. Da muß eben ab und zu ein Katzenhalter eine OP riskieren, damit es sich auch ja rechnet. Minka erfreut sich seitdem bester Gesundheit und hat sogar 3 Monate in der kärglichen "Betreuung" einer Nachbarin, bei der ihre Wirbelknochenkonturen durch die Abmagerung schon deutlich hervorgetreten waren, gut überstanden und sieht nach ca. 2 Wochen lacto-vegetarischer Normalkost wieder aus wie eine stattliche Katze, die oft schnurrt.

Sie hat neulich eine Tablette Aktivkohle, die ich von der Apotheke geholt hatte, mit den übrigen Gimpet-Katzentabs gerne mitgegessen.

Also ist meine Schlußfolgerung: Katzen können sehr wohl unbeschadet "jungfräulich" bleiben, wenn sie eventuell entstehende Toxine durch die o.g.billige Methode neutralisieren und ausscheiden können.

Frau Radka Engelhard, schickte mir ein Exemplar ihrer ´Feldstudie´ mit den Resultaten ihrer bundesweiten Tests an Hunden und Katzen.

Seit Juni 2004 gebe ich der Minka regelmäßig etwas ´Ami-Cat´ ein veganes Vollwert-Trockenfutter, das sie von Anfang an gern zu sich genommen hat. Auffällig war, daß sie seitdem die Algobiotin-Tabletten mit Zusätzen von Molkereiprodukten weniger nimmt als vor der Ami-Cat-Zeit. Neuerdings wurde auch die Vollwertnahrung ´Vegusto Classic´ von ihr sehr gern gegessen.

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Minka´s Lebensende
Am So., den 26.02.06, um ca. 5 Uhr früh begab sich das Selbst (Atma) der innig geliebten Minka, die mir seit den ca. 18 1/2 Jahren sehr ans Herz gewachsen war, auf die lange Wanderung ins Jenseits. Sie hat seit 1994 bei gern genossener lactovegetarischer, aber überwiegend veganer und im letzten Jahr konsequenter veganer Kost, von mir und einigen lieben Betreuerinnen umsorgt, zufrieden und mit stabiler Gesundheit gelebt und ist so manchen BesucherInnen vertrauensvoll auf den Schoß gehopst, bis zu wiederholten Versuchen, auch mal mit ihren Vorderpfoten auf dem PC-Keyboard herumzutapsen (mit Dank für den short-cut ´Strg.+Z´). Sie war mir gleichsam ein sensibler ´Seelenspiegel´, bot mir viel Gelegenheit zu nonverbaler Kommunikation und lauschte gerne harmonischer Musik. Es ist nur einige Wochen her, daß wieder eine Besucherin staunte, als sie hörte, daß Minka schon über 18 Jahre alt ist, da sie sie führ jünger gehalten hätte. Jedoch hatte sich bereits der erste altersbedingte Schwächeanfall ereignet, nach dem sie sich auch Dank homöopathischer Mittel der im lokalen Tauschring engagierten und fürsorglichen Tierärztin Cornelia Becker und besonderer Pflege zusehens erholte.
Diesmal aber ließ ihr Appetit immer mehr nach, mit zwischendurch aufflackernder Lust z.B. auf eine vegane Weaty-Wurst oder Tofu-Steak, abgelöst von strikter Abneigung jeglicher Speisen. Noch einmal kringelte sie sich auf meinem Schoß ein und hielt sich anschließend fast nur noch auf dem Zwischenboden (der Empore) auf, da sie ihr das Treppensteigen schon zu schwer fiel, deren offene Seite ich zum Verhindern von Abstürzen extra mit 2 Brettern bewährt hatte und wohin ich alle ihre Utensilien brachte. Manchmal, wenn sie mir signalisierte, daß sie gern nochmal runter gehen würde, trug ich sie hinunter, doch auch das wollte sie dann nicht mehr, sondern es verblieb ein erst häufiger, dann immer seltener werdender, wankender, zeitweiliger Gang mit etwas erhöhter Körpertemperatur zum Wassernapf und zur Kloschale schließlich das Ruhen zwischen 2 Decken, die neben meinem Nachtlager an 2 kleinen Regalen herabhingen.
Am o.g. Sonntag früh erwachte ich gegen 5 Uhr fruh und sah Minka, wie sie sich längs neben meinem Liegeplatz, nur noch schwach atmend, neben
meinem Kopf ausgestreckt hatte. Und so hielt ich denn ihren Kopf und den übrigen Körper behutsam, bis ihr Herz zu pochen aufhörte. Nun liegt ihr Leib entspannt auf einem Tuch neben ihrem Grastopf, bis zur Bestattung in einem nahegelegenen Stadtwald.    
Obwohl dieser unerbittliche Moment, ihrem Alter entsprechend, durchaus mit der rationalen Ebene zu fassen war, ringe ich in der emotionalen Ebene noch immer um Ausgewogenheit, wobei mir dankenswerterweise von einigen wohlwollenden Menschen viel tröstliche Anteilnahme und Mitgefühl übermittelt worden ist.

Die Heiterkeit, Behaglichkeit und Erkenntnisse, die ihr Leben in meinen Haushalt gebracht hat, ließ mir die Mühen, Kosten und spannenden Momente bei ihrer Versorgung als eine angenehme Pflicht erscheinen.    ( nach oben )

Mit freundl. Gruß von dem Katzen- und allg. Tierfreund WolfRAM

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aktualisiert am 31.12.07