Rezepte
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Die Vegane ´Küche´ ist trotz ihrer relativen Eingeschränktheit mit ´nur´ pflanzlichen Zutaten vielfältig genug, um ein Wochenprogramm oder mehr zu füllen, wie z.B. das vegan beköstigte Sylvester-Event vom 27.12.02 bis zum 02.01.03 bewies. Und doch, trotz aller Garkünste war der ursprünglichste aller Schöpfer zu uns wieder mal sehr zuvorkommend, denn kein Mensch ist fähig, ein Lebensmittel so perfekt zu bereiten wie natürlich gewachsene und ausgereifte Früchte oder Gemüse, schlicht Rohkost genannt. Das Gegarte schmeckte allenthalben, aber bald fingen auch einige an zu nießen, bzw zu hüsteln, weil der Körper es sich so früher oder später nicht mehr gefallen läßt und die denaturierten, toxisch gewordenen, ehemaligen Lebensmittel einschleimt und auszuscheiden versucht, weshalb ich die nachstehenden, als Beispiel genommenen Rezepte nur als eine Übergangsform von den Eßgewohnheiten der karnivoren Mischkost zur reinen Pflanzenkost betrachte. |
| Inhalt: 01. Vegane Schnitzel 02. Seitan und Tofu 03. Soya-Garbanzo-Bouletten 04. Kartoffelgratin 05. Vegane Bratwürste 06. Erdnußsoße 07. Veganes ´Hühnerfleisch´ 08. Sushi 09. Veganer Sprossen-Rolladen 10. Vegane Rezepte für Katzen und Kater (pdf) 11. Vegan-Braten |
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1. Vegane Schnitzel (für ca. 1 Person berechnet)
Man nehme etwa folgende Zutaten:
1 gerüttelt Maß heiterer Stimmung,
ca. 300 g möglichst frisch u. fein gemahlene Kichererbsen oder Linsen
1/4 Ltr. Leitungswasser,
8 mittelgroße Kartoffeln, 100 g brauner (ungeblichener)
Rohr- oder Rübenzucker,
1 Teelöffel Kochsalz, 100g Pflanzl.Bratöl,
1Teelöffel Cumin (frisch angerösteter Kreuzkümmel),
1 Teelöffel Mayoran, 1 Teelöffel Petersilie,etwas
Zitronen- Apfelsaft o.ä.
Das Kichererbsenmehl wird möglichst in einem keramischen
Topf mit Wasser zu einem zähen Brei verrührt und einige Minuten
zum Aufquellen in Ruhe gelassen (wenn Linsen- oder Erbsenmehl verwendet wird,
dann lieber ca. 4 Std. ruhen lassen, da sie weniger gut binden. Dieser Masse
werden die og. Zutaten beigemischt, auch die gut abgewaschenen, mitsamt den
Schalen geriebenen, rohen Kartoffeln.
In eine eiserne Bratpfanne gibt man etwas Bratöl
oder -fett, läßt es so heiß werden, daß ein Wassertropfen
zischend verdampft. Mit einem Eßlöffel o.ä. wird danach ein
Klacks der fertigen Mischung auf die Pfanne vorgelegt und nach dem ersten
Anbraten mit einem flachen Heber wieder gelockert. Auf einem Gasherd bei
mäßiger Flamme dauert das beidseitige Braten in der Pfanne bei
einem Fladen allein etwa 3 Min.. Dessen Geschmack ähnelt tatsächlich
dem eines Rindersteaks. Und dessen Aussehen ist dem auch beinahe ähnlich.
Kurz vor dem Servieren wird noch etwas von dem säuerlichen Obstsaft auf
das vegetarische Steak geträufelt.
Der Teig kann natürlich stattdessen fritiert
werden. Ich empfehle dazu Palmin oder Erdnußöl.
Fertige preiswerte Mischungen grosser Auswahl gibt´s
u.a. bei :
´Veggy Star, Fleisch ohne Fleisch´
http://www.nutrisun.at
- Na dann, guten Appetit !
3. Soya-Garbanzo-Bouletten
(für 2 - 3 Personen berechnet)
Man nehme etwa folgende Zutaten:
1 gerüttelt Maß heiterer Stimmung, ca.
250 g rohe Kichererbsen, ca. 250 g rohe Soyabohnen, 1 mittelgroße Zwiebel,
oder auch Knoblauch, 2 Eßlöffel Nährhefe (Melasse- oder Bierhefepulver),
1/2 Ltr. Leitungswasser, 1 Eßlöffel Kakao,
2 mittelgroße Kartoffeln. 1 Teelöffel "Bullrichs
Salz" (d.h. "Küchen-Natron").1 Teelöffel jodiertes Kochsalz
pflanzliches Fritierfett, (solche wie Palmin oder
Biskin. Diese lassen sich nach dem zeitweilig nötigen Abfiltern schadlos
wiederverwenden), ist als z.B. 500g-Packung erhältlich; Verwendung je
nach Topfgröße.
und folgende Gewürze:
2 Teelöffel gemahlenen Metisamen (Bockshornklee-samen),
1 Prise Trocken-Thymian (besser noch frische Thymianblätter)
1 Teelöffel Turmerik (Gelbwurz), 1 Prise Mayoran,
1 Prise Pfeffer, 1Teelöffel Cumin (Kreuzkümmel)
Die Kichererbsen und Soyabohnen werden möglichst in
einem keramischen Topf über Nacht oder wenigstens 6 Std. lang mit Wasser
bedeckt, in dem die obengen. Menge NaHC03 (Natron) gelöst sei, welches
den Quell- und Keimvorgang unterstützt. Daher das Gefäß nur
max. 2/3 füllen; fallen sonst über den Rand. Diese Keimlinge werden
dann aus der Lauge gesiebt, mit Leitungswasser abgespült und durch den
"Wolf" gedreht, und die Ablauge wird weggeschüttet (vielleicht noch
gut zum Blumengießen). Diese Masse wird über einer Schale oder
einem Teller ausgedrückt und gleich mit den Gewürzen (die festeren
Gewürze werden kurz vor dem Beimischen bei Vorhandensein eines Gasherdes
in einem kleinen Tiegel oder in einer Schöpfkelle mit Fritierfett leicht
angeröstet; Bei elektr. Herdplatte empfielt sich eher ein kleines flachbödiges
Töpfchen oder Bratpfanne.) und bis auf die Hefe mit den restlichen Zutaten
vermischt (dazu wird die Zwiebel in kleine Stückchen zerhäkselt)
und mit einer Hand durchgeknetet, wobei eine zusammenhängend formbare,
aber auch etwas klebrige Masse entsteht.
Wer nun aber weichere und saftige Happen vorzieht,
kann dies durch Beimengen gut abgewaschener, mitsamt den Schalen geriebener,
roher Kartoffeln erreichen.
Eine mit der einen Hand geformte ´Boulette´
wird dann noch in der Nährhefe gewälzt (kann natürlich auch
direkt in den Teig eingeknetet, und stattdessen kann Stärke- oder Getreidemehl
zum Glätten der Boulette verwendet werden), nochmal geknetet und erneut
in der Hefe gewälzt, ein bischen glatt gerieben und vorsichtig in das
Fritierbad gleiten gelassen, denn - Achtung! - beim Einlegen der "Boulette"
schäumt das in ihr verdampfende Wasser das Fritierfett stark auf! Man
hüte sich vor Hautverbrennungen durch Fettspritzer! Während des
ca. 1/2-minütigen Fritierens eines Ansatzes können schon die nächsten
"Bouletten" vorbereitet werden. Wenn sie im Fritierbad angebräunt aussehen,
und die Gabelpieck-probe eine mittlere Festigkeit erkennen läßt,
können die Frikadellen mit einem Heber oder einzeln mit der Gabel herausgenommen
und zum Abkühlen auf ein Abtropfgitter gelegt werden. Wer auf raschen
Fettabbau Wert legt, kann noch etwas Zitronensaft über sie träufeln,
denn dieser unterstützt ihn. Als Geck für die geliebten Gäste
können kleine Früchte (-stücken), vorgedämpfte Gemüsestücken
oder -pasten in dem Teig eingeschlossen werden.
- Na dann, guten Appetit !
1 gerüttelt Maß heiterer Stimmung
450g Tofu (für die VeganerInnen); stattdessen
auch Lopino denkbar
10 mittelgroße Kartoffeln
3 Teelöffel Kochsalz
1 Teelöffel gemahlener, schwarzer Pfeffer
3 Eßlöffel gemahlener Koriander
3 Eßlöffel frische Korianderblätter
oder andere Frischkräuter, kleingehackt
750 ml eingedickte saure Soyamilch, vermischt mit
1 Teelöffel Turmerik (Gelbwurz)
100g Margarine
2 Eßlöffel Soyamehl
Die Kartoffeln waschen, schälen und in dünne
Scheiben schneiden. Eine Kasserolle oder Kuchenform einfetten und den Boden
mit einem Drittel von jedem Gewürz bestreuen und zwar in folgender Reihenfolge:
Salz, Pfeffer, Korianderblätter oder andere Kräuter und gemahlenen
Koriander; es folgt eine Schicht aus zerkrümeltem Tofu (ebenfalls ein
Drittel der Gesamtmenge), sowie ein Drittel der sauren Soyamilch, schließlich
ein Drittel der Margarine, in Scheiben geschnitten. Das Ganze mit einer zweiten
Schicht der Kartoffelscheiben und den anderen Zutaten bedecken, in der gleichen
Reihenfolge wie zuvor. Aus dem Rest der Kartoffelscheiben eine dritte Schicht
bilden und mit den restlichen Zutaten den oben beschriebenen Vorgang wiederholen.
Schließlich das Soyamehl darüberstreuen. Die Kasserolle mit Alufolie
bedecken, dabei die Ränder fest umschließen und für etwa
45 Min. bei 200°C im Ofen backen. 10 Min. vor Schluß die Alu-Folie
entfernen, so daß sich oben eine braune Kruste bilden kann.
Zusammen mit einem Gemüsegericht und ein paar
"chapatis (Teigtaschen-pasteten mit gegarter u. gewürzter Gemüsefüllung)"
sind Gratin-Kartoffeln ein äußerst zufriedenstellendes Mahl. -
Guten Appetit.
5. Vegane Bratwürste
1 gerüttelt Maß heiterer Stimmung
500g Weizen-, Grünkern- oder Dinkelmehl,
500g Möhren frisch geraspelt (wenn länger
abgelagert, entsaftet)
1 kleine Zwiebel, gehäckselt
300g pürrierte Soyabohnenkeimlinge,
1 Teelöffel Hunza- oder Himalaja-Salz
1 Teelöffel Chillipulver,
1 Eßlöffel Falafel-Gewürz,
1 Tl Gelbwurz (Turmerik)
ca- 0,5 Ltr. möglichst reines Wasser,
dazu bei kühler Jahreszeit:
1 Tl. Ingwerpulver oder -wurzelknolle
1 Tl Thymian, gerebelt
Geräte:
1 Ein-Liter-Schüssel und eine Friteuse mit Pflanzenöl,
besser noch Erdnußöl
Zubereitung
6. Erdnußsoße:
Salatöl, Erdnußmus und Kokosflocken miteinander
mit Mixer oder 'Schneebesen´ vehement verrühren
7. Veganes ´Hühnerfleisch´
Tofustücken erst in Pflanzenöl frittieren
(empf.: Kokos-, Erdnuß-, Soya- oder gehärtetes Sonnenblumenöl)
dann in Soße einlegen, z.B. fertiggekaufte oder selbstgemachte Pfeffersoße,
Gemüsebrühe vorlegen (wird ca. 1/2 Std. gekocht. Welche Energieverschwendung!),
erst Rettich- und später Paprikaschotenstreifen in verdünnter Soße
blanchieren, dann abseihen. (Wasser kann für Getränke oder zum
Blumengießen verwendet werden).
Dann werden im Wok etwas Öl erhitzt und frische
Ingwerwurzel reingehäckselt und angebraten, dann das 'Sojafleisch' mit
dem Gemüse (inclusive rohen Pilzen), gebackenen oder fritierten Erdnüssen
und Erdnußsoße kurz durchgegart (1-2 Min.). Nach dem Garen wird
fertige Soyasoße darübergegossen. Das Gemüse wird jedenfalls
´al dente´ serviert, d.h. noch bißfest.
8. Sushi
Auf einer kleinen Bambusmatte wird ein etwa
gleichgroßes rechteckiges Seetangblatt gelegt. Darauf wird dann
etwas gekochter ´Sushi´-Reis (gemischt mit Essig und Zucker)
geschichtet und getrocknete Champignonstückchen mit gesalzenem ´Chitaké´.
Sushi könnte auch vegan-rohköstlich zubereitet
werden, entsprechend mit frischen Gemüsepasten u. -häckseln gefüllt.
9.Veganer Sprossen-Rolladen
ein arabisches (aus Weizen- und Maismehl dünn und gut durchgebackenes)
Fladenbrot(kann natürlich selbstgebacken sein), wird mit Kokosfett dünn
bestrichen, nach Bedarf gesalzen und gewürzt (Thymian ist für den
Herbst immer gut) und dann etwas gehackte Zwiebel und einen Brei aus (im
Mixer) mit etwas Wasser und Öl pürrierten (Soya-, Kichererbsen-,
Mungbohnen- o.a.) Keimlingen dünn beschichtet. Dann wird der Fladen
auf einem Brett o.a. ebene Unterlage in handliche Streifen (ca. 10 cm breit)
geschnitten, die dann am Längsrand umgelappt und der Länge nach
zusamengerollt werden. Und schon hat man einen veganen Rollmops oder nennen
wir es Pastete. Ganz auf Rohkost schwörende Typen können diese
Paste natürlich gern aus einer ausgehölten Paprikaschote löffeln,
oder den Brei bei Abbeißen von der Schote vorsichtig mit abnehmen.
Mit etwas Dattelpaste oder Rosinen im Pyrree schmeckt der Brei noch lieblicher.
Also, die Zutaten können natürlich variiert werden. Man könnte
es auch Rohkostfrühlingsrolle nennen. Ich habe auch schon kleingehäckselten
Gemüsesalat da mit eingerollt. Genausogut ist Tofu oder Lopino etc.
möglich.
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